Wie du die Kultur in Zeiten von Corona unterstützen kannst

Das soziale, wirtschaftliche und auch das kulturelle Leben stehen so gut wie still. Diese Krise hat die meisten von uns ziemlich kalt erwischt und kaum jemand war auf die Konsequenzen vorbereitet.

Genauso wie viele kleine Unternehmen und Selbstständige, stehen auch viele (freischaffende) KünstlerInnen und KulturmacherInnen vor enormen Schwierigkeiten. Meistens finanzieller Natur. Geschlossene Theaterhäuser, Museen, Galerien, ausgefallene Vorstellungen und Konzerte, keine neuen Aufträge, keine Möglichkeit, längerfristig zu planen.

Da stellt sich die Frage: Welche Möglichkeit haben wir als Publikum, die Theater und andere Kulturstätten zu unterstützen, ohne hingehen zu können?

Finanzielle Unterstützung für KünstlerInnen

Zunächst mal das Offensichtliche: wenn ihr Karten für eine Vorstellung habt, die ausfallen musste, verzichtet auf die Rückgabe (sofern, ihr euch das leisten könnt, natürlich).

Außerdem könnt ihr Gutscheine kaufen. So kommt das Geld jetzt an den entsprechenden Stellen an und ihr könnt euch schon mal darauf freuen, euren Gutschein bald einzulösen, wenn die Krise wieder vorbei ist. Oder ihr verschenkt die Gutscheine an Freunde und Familie, die ihr aktuell nicht sehen könnt und habt so noch jemand anderem eine Freude gemacht.

Eine zweite Sache, die jeder tun kann und euch wirklich nur zwei Minuten kostet, ist, Petitionen unterschreiben. Derzeit laufen unterschiedliche Petitionen mit dem Ziel, KünstlerInnen und Freischaffenden schnell und unbürokratisch finanzielle Hilfe zukommen zu lassen. Zwei habe ich hier verlinkt:

https://www.openpetition.de/petition/online/hilfen-fuer-freiberufler-und-kuenstler-waehrend-des-corona-shutdowns-2

https://www.change.org/p/finanzminister-olaf-scholz-und-wirtschaftsminister-peter-altmaier-mit-dem-bedingungslosen-grundeinkommen-durch-die-coronakrise-coronavirusde-olafscholz-peteraltmaier

Teilen, teilen, teilen

Viele KünstlerInnen sind jetzt auch auf Social Media um einiges aktiver und teilen dort ihre kreativen Ergüsse mit der Welt. Wenn ihr dort jemandem folgt, dessen/deren Arbeit euch gefällt und/oder der/die euch besonders am Herzen liegt, werdet – auch als Privatpersonen – Influencer. Teilt die Kanäle, die euch Freude bereiten und verschafft den Kreativen so eine größere Plattform, die ihnen hoffentlich nach der Krise die Wiederaufnahme ihrer regulären Arbeit erleichtert.

Kultur im digitalen Raum

Und wo wir gerade schon bei Social Media sind. Eigentlich sind vor allem die institutionalisierten Theater was Digitalisierung angeht, nicht immer auf dem neuesten Stand. Aber das ist verständlich, denn Theater definiert sich ja gerade durch seine Unmittelbarkeit und seinen live-Charakter. Sender und Empfänger, also KünsterInnen und ZuschauerInnen befinden sich zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Das schafft ein Gefühl von Gemeinschaft, dass Netflix nicht hinbekommt. Trotzdem: Kultur sollte gerade jetzt weiter stattfinden und da ist das Internet unsere Chance.

Inzwischen sind viele Aufnahmen von Vorstellungen online verfügbar. Viele Theater stellen ihre Produktionen selbst ins Netz. Aber vor allem die Plattform nachtkritik.de hat hier, meiner Meinung nach, tolle Arbeit geleistet und einen digitalen Spielplan erstellt, wo wir jeden Tag eine neue Produktion streamen können.

Ein neues Projekt ist spectyou: ein Streamingdienst für Theatervorstellungen. Durch die Corona-Krise haben die Gründer beschlossen, die Seite früher online zu stellen als geplant und bieten den Dienst aktuell für alle kostenlos an. Später wird es wohl Abo-Modelle geben (wie man das so von Streamingdiensten kennt).

Ablenkung aber kein Ersatz

Es tut sich also derzeit sehr viel. Und auch wenn ich persönlich es schwierig bis unmöglich finde, vor dem Laptop in die gleich Stimmung zu kommen, wie in einem Theatersaal, sind das alles sehr gute Möglichkeiten, sich die Zeit zu Hause ein wenig zu versüßen, wenn man das Bedürfnis nach Kultur hat.

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