Die Prüfungsphase stressfrei überstehen

Prüfungsphase ohne Stress – 5 Tipps

Jeder Student kennt das: zwei Mal im Jahr weiß man einfach nicht mehr, wo einem der Kopf steht, vernachlässigt alle sozialen Kontakte, ernährt sich hauptsächlich von Nudeln und Schokolade und das Tageslicht hat man eh schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, weil man gefühlt wochenlang in einer stickigen Bibliothek sitzt.

In fünf Jahren und 10 Semestern an der Universität habe ich mir ein paar Tipps und Tricks angeeignet, damit die Situation nicht jedes Mal aufs Neue komplett eskaliert. Daher jetzt hier für euch:

Meine 5 Tipps für eine entspanntere Prüfungsphase

Schritt für Schritt

Am Anfang sieht man immer erstmal einen riesigen Haufen Arbeit vor sich liegen, der auf den ersten Blick unüberwindbar erscheint. Daher ist das erste, das ihr tun solltet, den großen Haufen in viele kleine zu unterteilen.

Also zunächst die einzelnen Fächer: Welchen Leistungsnachweis müsst ihr in welchem Fach erbringen und wie groß ist der Workload für jedes einzelne Fach und jede Prüfung?
Am besten nehmt ihr euch dann einen Kalender zur Hand tragt alle fixen Termine ein: Klausuren, mündliche Prüfungen, Hausarbeitsabgaben …

Wenn diese Termine eingetragen sind, erstellt euch einen Lernplan, d.h. ihr schaut euch jetzt für jedes Fach, das geprüft wird, den Stoff an, schätzt ab wie viel das ist und wie lange ihr brauchen werdet, um alles zu lernen. Dementsprechend tragt ihr in eurem Kalender den Tag ein, an dem ihr spätestens anfangen müsst. Wenn ihr ganz penibel sein wollt, könnt ihr außerdem noch Zeitrahmen zum Zusammenfassen des Stoffs und dann zum Wiederholen einplanen. Das kommt aber zum Einen sehr individuell auf das Fach an (manche Dinge kann man auch einfach nicht zusammenfassen) und zum Anderen darauf, was für ein Lerntyp ihr seid.

Noch ein Tipp für die Planung: Für mündliche Prüfungen kann man eigentlich immer weniger Lernzeit einplanen als für schriftliche Klausuren, da sie kürzer sind und daher nicht so viel abgefragt werden kann und ihr hier außerdem auch die sehr gut die Möglichkeit habt, das Gespräch in eine Richtung zu lenken.

Bei Hausarbeiten könnt ihr vom Prinzip her eigentlich genauso vorgehen wie bei Klausuren, nur dass es hier natürlich ein paar mehr Schritte sind, für die Zeiträume geplant werden müssen. Themenfindung, Recherche, Texte lesen und zusammenfassen, Gliederung erstellen, schreiben. Zum Schreiben von Hausarbeiten gibt es aber auch eine ganze Reihe Beiträge hier auf dem Blog, also schaut euch die in Ruhe an, wenn ihr da noch Hilfe benötigt.

Vom Großen ins Kleine

Gerade bei Fächern, in denen extrem viel Stoff abgefragt wird und wo es dann am Ende doch auf das von uns allen geliebte Auswendiglernen hinausläuft, ist es ganz wichtig, dass ihr euch nicht in Details verliert. Natürlich will man am liebsten alles verinnerlichen, aber manchmal ist es in Anbetracht der Zeit dann doch einfach zu viel. Deswegen arbeitet euch vom Großen ins Kleine vor, lernt zuerst die groben Zusammenhänge und hangelt euch dann langsam immer eine Ebene weiter nach unten. Ansonsten lauft ihr Gefahr, zwar ein Thema perfekt zu beherrschen, von den anderen fünf aber keine Ahnung zu haben und die Prüfung steht vor der Tür.

Durchatmen und anfangen

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich mich bereits bevor ich mit dem Lernen angefangen habe, unglaublich darüber stresse, wie viel ich zu tun habe und, dass das ja niemals zu schaffen ist. Klar, mit der Einstellung stimmt das wohl. Aber wie bei allem ist auch hier das Anfangen der schwierigste Schritt. Mit genug Planung und den oben beschriebenen Vorbereitungen, habt ihr aber eigentlich überhaupt keinen Grund mehr euch zu stressen und könnt eure Energie stattdessen sinnvoll da nutzen, wo ihr sie braucht. Ist der Anfang erstmal gemacht und ist man in der Arbeit drin, läuft es in der Regel besser als erwartet.

Wissen, wann es genug ist

Macht immer mal wieder kleine Pausen während des Lernens. 16 Stunden am Tag vor der Klausur durchzulernen bringt die wenigsten Leute tatsächlich weiter. Irgendwann ist die Konzentration einfach hinüber und man fabriziert nur noch Stuss. Also: Pausen sind wichtig, um mal den Kopf zu entlüften. Macht einen Spaziergang, geht zum Sport, schaut euch eine Folge eurer Lieblingsserie auf Netflix an (keine ganze Staffel!!). Danach seid ihr wieder aufnahmefähig und könnt wieder frisch an die Arbeit gehen.

Ich persönlich lerne auch höchst selten noch für eine Prüfung am Abend vorher, weil ich inzwischen weiß, was ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht verstanden habe, werde ich auch dann nicht mehr verstehen. Das muss für euch nicht unbedingt auch zutreffen, aber wenn ihr feststellt, dass ihr ebenfalls am Abend vorher oder sogar ein paar Stunden vorher nichts mehr in euren Kopf reinkriegt, dann lasst es bleiben und stresst euch nicht mehr damit. Ihr seid bestimmt genug vorbereitet.

Zweite Chancen gibt es immer

Das klingt jetzt vielleicht demotivierend, aber manchmal schafft man sein Pensum trotz bester Vorbereitung und eisernem Willen einfach nicht. Aber das ist vollkommen okay, wir sind keine Maschinen. Manchmal kommen äußere Einflüsse dazu, wegen denen man nicht so gut lernen kann oder die einem Zeit rauben, manchmal hat man in der Prüfung ein Blackout, manchmal klappt es einfach nicht, manchmal ist tatsächlich auch einfach die Prüfung unfair gestellt. Zweitprüfungen zu absolvieren, ist absolut keine Schande. Ich glaube jeder Student muss das im Laufe seiner Universitätskarriere mindestens einmal einsehen. Also, wenn ihr hinfallt, aufstehen, Krone richten und weiter geht’s. Und wenn ihr euch schon vorher selbst den Stress nehmt, unbedingt bestehen zu MÜSSEN, macht das vieles einfacher.

Hat dir der Artikel geholfen?

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl der Bewertungen 0

Sei der erste, der diesem Artikel eine Bewertung gibt.

Tut mir leid, dass dir der Artikel nicht weitergeholfen hat.

Was hat dir gefehlt? Oder hat dir etwas nicht gefallen? Lass es mich wissen, damit ich meinen Blog verbessern kann.

Hilfreich? Dann speichere diesen Beitrag für später oder teile ihn mit deinen Freunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.