Die Aufklärung

Die Aufklärung

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen!“

Immanuel Kant

Obiges Zitat läuft einem früher oder später immer über den Weg, wenn man sich mit der Epoche der Aufklärung beschäftigt. Und meiner Meinung nach ist das auch die beste Definition des Begriffs. In einfachen Worten sagt Kant: Du bist aufgeklärt, wenn du für dich selbst denken willst und kannst und nicht aus Angst oder aus Bequemlichkeit andere für dich denken lässt.

Eckdaten der Aufklärung

Die Aufklärung hat ihre Ursprünge in England und Frankreich. Zwei Namen, die man sich in diesem Zusammenhang merken sollte, sind John Locke und René Descartes.
Die Epoche wird zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert eingeordnet und die größte Auswirkung die sie hatte, war die Französische Revolution, in der das Volk gegen ihre Herrscher aufbegehrt hat. An sich eine vernünftige Idee, die Umsetzung war allerdings weniger vernünftig.

Das Beispiel der Französischen Revolution sagt es schon: In der Aufklärung hat man begonnen das bestehende Herrschersystem  – also ein einzelner Herrscher, der quasi von Gott gesandt dieses Recht hatte – infrage zu stellen. Stattdessen wurde das sogenannte Naturrecht entwickelt. Dieses besagte, dass alle Menschen von Natur aus ab ihrer Geburt gleich und frei sind. Crazy, was?

Die Bewegung wurde vor allem vom Bürgertum getragen, das sich gegen den machtbesessenen und rücksichtslosen Adel richtete.

Literatur in der Aufklärung

Die Epoche der Aufklärung greift also in so ziemlich jeden Lebensbereich. Was hat es jetzt genau mit der Literatur auf sich?

Die Literatur war ein Bindeglied zwischen der Philosophie und dem Bürgertum. Erstere entwickelte die Ideen und das Programm der Aufklärung, zweiteres wandte sie an und trug sie hinaus in die Welt. So entstand erstmal eine literarische Öffentlichkeit. Vor allem Satire und politische Schriften wurden verfasst und waren das Hauptmedium für die Kritik am Adel.

Themen der aufklärerischen Literatur

Kritik, Kritik und nochmal Kritik. Die Aufklärer kritisierten in ihren Texten so ziemlich alles am Status quo. Vorneweg den Adel, bzw. das Herrschaftssystem. Aber auch sehr gerne Religion im Allgemeinen und die Kirche mit ihren Würdenträgern im Besonderen.
Wenn sie nicht gerade kritisierten, schrieben die aufklärerischen Schriftsteller außerdem über Individualismus und Emanzipation.

Die meisten Werke hatten außerdem eine didaktische Funktion. Sie sollten die Leser also belehren, ihnen den Gedanken der Aufklärung näher bringen und sie zu besseren Menschen machen.

Gattungen in der Aufklärung

Drama

Das Drama war eine der wichtigsten Gattungen in der Aufklärung. Es entstand eine neue Untergattung, das bürgerliche Trauerspiel. Dieses bekam seinen Namen durch seine Protagonisten, die Bürger. Bisher war es nämlich so, dass die Hauptpersonen in Dramen nur Adlige sein durften. Jetzt aber brachten die Schriftsteller auch Bürger auf die Bühne und das war schon ziemlich revolutionär.
Trauerspiele waren diese Stücke, weil am Ende immer gestorben wurde. Und es waren auch immer die Bürger die starben, also die Guten. Denn die Adligen kamen in den Stücken meistens nicht besonders gut weg, sie wurden meistens als machtbesessen, skrupellos und gierig dargestellt. Die Bürger stattdessen waren geleitet von Moral und Ethik und zogen dabei doch immer den Kürzeren.

Epik

Epische Texte waren in der Aufklärung vor allem Fabeln und Parabeln. Die kennen wir ja heute noch als besonders lehrhafte Literatur, wo am Ende immer eine „Moral von der Geschicht“ steht.
Außerdem entstand der bürgerliche Roman. Ähnlich wie im Trauerspiel steht hier der Bürger mit seinen Wert- und Moralvorstellungen im Mittelpunkt.

Lyrik

Die Lyrik hatte einen große Vielfalt in dieser Epoche. Es wurden natürlich auch hier Lehrgedichte und ähnliches geschrieben. Aber auch Oden und Hymnen.

Vertreter und Werke:

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