Der 5-Schritte-Plan zur Themenfindung

Das perfekte Hausarbeitsthema in 5 Schritten

In vielerlei Hinsicht bereitet einen die Schule nicht wirklich gut, auf das vor, was danach kommt. Sei das jetzt Arbeit oder Studium. Ich für meinen Teil war ziemlich überfordert, als ich meine erste Hausarbeit im Studium schreiben sollte. Und das fängt schon an mit der Frage: worüber denn überhaupt?

In der Schule, sagt einem der Lehrer: „Schreibe eine Erörterung darüber, ob Schuluniformen sinnvoll sind!“ (ein Dauerbrenner-Thema, wie mir scheint, obwohl es so viel interessantere Fragen gäbe). Und dann steht man da im ersten Semester und muss sich auf einmal selbst überlegen, was denn interessant und lesenswert wäre. Das allerschlimmste daran: ob das Thema gut gewählt ist, kann schon über den Erfolg oder Misserfolg der Arbeit entscheiden. Es sollte nicht schon tausend Mal durchgekaut worden sein, es darf nicht zu weit gefasst sein, sonst kratzt du nur an der Oberfläche, es darf nicht zu offensichtlich sein und, und, und …

Um euch das Verzweifeln zu ersparen, habe ich einen 5-Schritte-Plan entwickelt. Wenn ihr den befolgt kann bei der Themenfindung für Hausarbeit eigentlich nichts mehr schief gehen.

1. Seminarthemen sichten

Dass die Hausarbeit etwas mit dem Inhalt des Seminars zu tun haben sollte, ist erstmal ein ziemlicher no-brainer. Trotzdem sollte das gesagt werden, denn oft übersieht man das Offensichtliche. Schaut euch also zunächst mal den Seminarplan an. Gibt es ein Thema, dass euch besonders anspricht? Habt ihr zu einem Thema vielleicht schon Vorkenntnisse, die ihr nutzen könnt? Persönliche Vorlieben können und sollen hier auch eine Rolle spielen, denn wenn ihr Spaß an dem Thema habt, fällt euch die Arbeit daran leichter.

Geht auch nochmal die Mitschriften des Seminars durch, vielleicht gab es zu irgendeinem Thema ungeklärte Fragen oder Streitpunkte. Hier kann man ansetzen.

Wenn euch so überhaupt nichts anspricht, überlegt ruhig auch mal, ob ihr vielleicht ein eigenes Thema finden könnt, das natürlich immer noch ins Seminar passt. Wenn das Seminar zum Beispiel die Darstellung der Frau in der deutschen Literatur behandelt und auf der Lektüreliste steht unter anderem „Emilia Galotti“ von Lessing, dann fragt bei dem/der DozentIn nach, ob ihr zum Beispiel auch den Text „Miß Sara Sampson“ des gleichen Autors behandeln könntet. Oft gibt sowas auch gleich Bonuspunkte, weil es zeigt, dass ihr euch mit dem Stoff auseinandersetzt und Eigeninitiative zeigt.

2. Übergeordnetes Thema festlegen

Schritt 1 benötigt eventuell etwas Zeit, aber danach könnt ihr relativ leicht ein übergeordnetes Thema für die Hausarbeit festlegen. Das muss im Folgenden noch konkretisiert werden.

3. Thema eingrenzen

Aus persönlicher Erfahrung sagt der Dozent im Gespräch meistens, dass das Thema weiter eingegrenzt werden muss. Oft wird ein Thema zu weit gewählt, was dazu führt, dass ihr bei der Bearbeitung nur an der Oberfläche kratzt. Auf normalerweise 15 Seiten kann man meistens doch gar nicht so viel sagen, wie man gern möchte. Außerdem reicht die Zeit dann auch überhaupt nicht, um das Thema so tiefgehend zu behandeln. Wie aber grenzt man das Thema am besten ein?

Spätestens jetzt solltet ihr mit einer Recherche beginnen. Zunächst könnt ihr gerne einfach mal Google befragen, vielleicht gibt es aktuelle Trends oder Probleme, die für dein Thema interessant sein könnten. Darüber hinaus ist eine wissenschaftliche Recherche in der Bibliothek bzw. über die entsprechende Datenbank aber Pflicht! Findet heraus, was bereits zu dem Thema gesagt wurde. Gibt es verschiedene Forschungsrichtungen, verschiedene Meinungen, die Kontroversen austragen? Wenn ihr wissenschaftliche Aufsätze lest, achtet vor allem auf das Resümee am Ende. Hier wird oft auf mögliche nachfolgende Forschung verwiesen, Fragen, die noch untersucht werden müssten usw.

Was mir in diesem Schritt immer sehr hilft, ist, eine Mindmap zu erstellen, in der ich alles festhalte, was mir gerade so einfällt. Alles, was relevant sein könnte, kommt da drauf und wenn ich mir dieses Wirrwarr an Gedanken ein paar Tage später wieder anschaue, kommt meist ein Geistesblitz daher.

4. Fragestellung erschließen

Das Thema ist eingegrenzt? Super. Wenn ihr jetzt allerdings sofort losschreiben wollt – stopp! Was viele Studenten gerade am Anfang ihrer Universitätskarriere falsch machen – und was viele Punkte in der Bewertung kostet – ist, dass sie keine wissenschaftliche Fragestellung haben. Ein Thema behandeln zu wollen, reicht nicht. Am Anfang eurer Hausarbeit muss eine Frage stehen, die ihr im besten Fall am Ende der Arbeit beantworten könnt. Also leitet aus dem Thema eine sinnvolle Fragestellung ab. Wenn ihr das Thema gut konkretisiert habt, sollte das eigentlich nicht so schwierig sein. Aber der/die DozentIn kann euch bei diesem Schritt auch sicherlich behilflich sein, wenn du schon ordentliche Vorarbeit geleistet hast.

5. Absprache mit dem Dozenten

Und damit sind wir auch schon beim letzten Schritt. Bevor ihr endlich mit dem Schreiben der Hausarbeit beginnen könnt, solltet ihr das Thema und die Fragestellung mit dem/der DozentIn absprechen. Da gibt es eventuell noch Verbesserungsvorschläge oder Hinweise, die ihr bei der Bearbeitung beachten solltet. Wenn ihr dann das definitive Ok habt, kann es losgehen.

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