10 Tipps, um besser zu lernen

Besser lernen mit diesen 10 Tipps

Es ist wieder Prüfungszeit an den Unis und das heißt auch: lernen, lernen, lernen. Mit den richtigen Lernstrategien kommt ihr allerdings um einiges schneller und stressfreier ans Ziel. In diesem Artikel zähle ich sechs Lernstrategien auf, die vor allem für geisteswissenschaftliche Fächer immer super hilfreich sind. Und on top bekommt ihr außerdem noch vier Produktivitätsstrategien, die für eine bessere Konzentration und so für einen größeren Lernerfolg sorgen.

Natürlich sind alle diese Strategien nicht nur für Studenten interessant. Auch in der Schule, für die nächste Klassenarbeit oder in der Abiturvorbereitung, können alle diese Methoden eingesetzt werden.

Lernfrust? Muss nicht sein!

Die 6 besten Lernstrategien

Priorisieren und Portionieren

Bevor ihr überhaupt anfangt mit dem Lernen, ist es äußerst wichtig, dass ihr euch klar werdet, was überhaupt wichtig ist – und was vernachlässigt werden kann. Diesen Tipp habe ich im Beitrag zu einer stressfreien Prüfungsphase schon einmal angesprochen.

Verschafft euch zunächst einen Überblick über den gesamten Stoff und überlegt dann einmal, was für den Kurs (oder auch für den/die ProfessorIn) am wichtigsten ist. Vielleicht könnt ihr einzelne Themen komplett streichen, bei anderen reicht ein grober Überblick und wieder andere sind Kernthemen, die ihr bis ins kleinste Detail beherrschen müsst.

Diesen Überblick solltet ihr euch so früh wie möglich verschaffen, damit ihr auf jeden Fall genug Zeit habt zum Lernen. Am sinnvollsten ist es nämlich, den Stoff portionsweise über einen längeren Zeitraum zu wiederholen, statt alles in kürzester Zeit abzuarbeiten. Dabei bleibt meistens eher wenig hängen.

Lernplakat

Vor allem, wenn ihr eher ein visueller Lerntyp seid, sind Lernplakate eine tolle Möglichkeit euren Stoff zusammen zu fassen. Mindmaps, Diagramme, Schaubilder, wichtige Definitionen … eurer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, solange ihr selbst den Durchblick behaltet. Schon bei der Erstellung des Plakates verinnerlicht ihr den Stoff. Hängt es danach am besten in Sichtweite zu eurem Schreibtisch auf und behaltet so immer den Überblick über euren aktuellen Lernfortschritt.

Zusammenfassungen

Sollte visuelles Lernen nicht euer Ding sein, könnt ihr auch einfach oldschool Zusammenfassungen schreiben. Aber natürlich könnt ihr das auch zusätzlich zu eurem Plakat machen. It’s up to you.

Achtet aber unbedingt darauf, dass eure Zusammenfassungen wirklich Zusammenfassungen sind. Ich habe schon Studenten erlebt, bei denen war die Zusammenfassung am Ende länger als das eigentliche Skript – das ist nicht Sinn und Zweck der Übung. Beschränkt euch also auf das Wesentliche.

Eigene Worte benutzen

Sowohl beim Schreiben von Zusammenfassungen, aber auch beim späteren Wiederholen von z.B. Auswendiggelerntem versucht immer eure eigenen Worte zu benutzen. Wenn ihr die Definitionen oder komplexe Sachverhalte umformulieren könnt und nicht nur eins zu eins wiedergebt, könnt ihr euch sicher sein, dass ihr den Stoff verstanden habt. Ist das der Fall, seid ihr auch zu mehr Transferleistung fähig.

Mindmaps

Mit Mindmaps könnt ihr eure Gedanken sortieren. Und gleichzeitig sind sie eine Kontrolle für euch, um zu prüfen, wie gut ihr den Stoff verinnerlicht habt. Beginnt mit dem Kernthema in der Mitte, schreibt weitere Oberbegriffe auf und verzweigt die Mindmap mit immer weiteren Stichworten. Desto mehr ihr aufschreiben könnt, desto sicherer seid ihr.

Diskussionen

Oft verschließt man sich in Lernphasen in seinem kleinen Kämmerlein und vermeidet soziale Kontakte. Nicht nur, dass Pausen die Produktivität steigern – wenn ihr euch mit „Leidensgenossen“ trefft, könnt ihr den Stoff gemeinsam diskutieren. Wenn ihr anderen Dinge erklären könnt, habt ihr sie selbst bereits zu verinnerlicht. Wenn ihr dagegen manche Sachen noch nicht richtig verstanden habt, kann euch vielleicht jemand anderes weiterhelfen. Außerdem sorgt der Austausch mit anderen auch oft dafür, dass euch vielleicht neue Ideen kommen, die ihr vorher noch nicht bedacht habt.

Gegenseitige Unterstützung, bringt euch neue Ideen und Anregungen.

Die 4 besten Strategien für mehr Produktivität und Konzentration

Die beste Lernzeit finden

Viele Menschen arbeiten nicht konzentriert, weil sie einfach zur falschen Zeit lernen. Gemeinhin gilt die Annahme: Wer früh aufsteht und morgens produktiv ist, der hat sein Leben im Griff. Aber das ist leider nicht so einfach. Jeder von uns hat seinen persönlichen Biorhythmus und jeder hat seine persönlichen Hochs und Tiefs, was Konzentration angeht. Ich persönlich bin ein Morgenmensch und arbeite am besten zwischen 8 und 11 Uhr, am Nachmittag bin ich dafür zu nichts mehr zu gebrauchen. Andere arbeiten dafür viel produktiver spät abends.
(Hier habe ich ausführlicher über meine Erfahrungen berichtet.)

Beobachtet euch selbst und findet heraus, welche Tageszeit für euch die beste ist und versucht euren Lernplan darauf abzustimmen. Ihr werdet überrascht sein, was das für einen Unterschied macht.

Ordnung auf dem Schreibtisch

Bevor es ans Lernen geht, sollte euer Arbeitsplatz aufgeräumt sein. Das bedeutet nicht, dass so gut wie nichts darauf steht, sondern, dass nur die Dinge zu finden sind, die dort auch hingehören – und alles andere woanders liegt. Ihr werdet nicht konzentriert arbeiten können, wenn neben euch die Kaffeetassen der letzten zwei Wochen stehen oder wenn euer Handy alle zwei Minuten in eurem Sichtfeld aufleuchtet. Verbannt alles, was euch ablenkt vom Schreibtisch. Darauf sollte dann nur noch sein, was ihr für die aktuelle Lernsession benötigt. Eure Unterrichtsmaterialien, die passenden Bücher und Nachschlagewerke, Stifte, Textmarker, Notizzettel.

Solltet ihr oft Dinge online nachschlagen und sehr undiszipliniert sein, kann es außerdem helfen, bestimmte Websites (wie z.B. Youtube) über einen festgelegten Zeitraum zu blockieren. So kommt ihr gar nicht erst in Versuchung.

Ein ordentlicher Schreibtisch ist der reste Schritt zum Erfolg.

Pomodoro-Technik

Eine Technik, die für mich das Arbeiten revolutioniert hat, ist die Pomodoro-Technik. Dabei arbeitet ihr in Intervallen von meistens 25 Minuten, danach 5 Minuten Pause. Nach vier solcher Intervalle, also nach zwei Stunden, macht ihr eine längere Pause von 30 Minuten. Ihr könnt die Zeit der Intervalle aber auch an eure eigenen Bedürfnisse anpassen, wenn euch z.B. 25 Minuten zu kurz sind, um in einen Flow zu kommen.

Für mich funktioniert diese Technik so gut, weil ich von vornherein weiß: Ich arbeite jetzt 25 Minuten hochkonzentriert und dann kann ich Instagram checken. Oder mir einen Tee machen. Oder einfach mal Löcher in die Luft starren. Das nimmt sehr viel Druck raus.

Eat that frog

Last, but not least: „Eat that frog”. Frösche essen? Hört sich unangenehm an – und ist es auch. Die Philosophie hinter dieser Aussage ist ganz simpel. Wenn ihr eine unangenehme Aufgabe vor euch habt, schiebt sie nicht ewig hinaus, bis es nicht mehr anders geht, sondern erledigt genau diese Aufgabe als erstes. Wenn ihr jeden Tag, die unangenehmste Aufgabe als allererstes erledigt, dann müsst ihr zum Einen nicht mehr darüber nachdenken, ob und wann ihr diese Aufgabe jetzt angeht oder welche Gründe es geben könnte, das eben nicht zu tun – ihr tut es einfach. Zum Anderen sind alle Aufgaben die danach kommen viel weniger unangenehm.

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